Knut Cordsen (Jg. 1972) arbeitet als Kulturredakteur und Literaturkritiker beim Bayerischen Rundfunk. Auf dem ARD-TikTok-Account Literally ist er außerdem noch Booktoker.
Kleine Bälle, großes Schauspiel
Teils Biopic, teils spannungs- und actiongeladenes Sport-Drama. Ein Film über einen Mann, dessen Ego so groß ist, dass es alle und alles um sich herum verschlingt und beeinflusst. Gezeigt wird nicht nur ein Spiel mit kleinen weißen Bällen, sondern auch großen Emotionen. Der neue Film von Regisseur Josh Safdie – Marty Supreme.
Berauschende Bilder – „Wuthering Heights“
Pünktlich zum Valentinstag kommt mit „Wuthering Heights“ eine eigenwillige Interpretation von Emily Brontës Roman in die Kinos, die das Begehren seiner Figuren ins Zentrum stellt.
„Stolen“ – Schonungsloser Einblick in die (menschliche) Natur
Ein schwedischer Coming-of-Age-Film über Rassismus, Klimawandel und die Sámi im Norden Skandinaviens, der zugleich Thriller, atmosphärischer Landschaftsfilm und einfühlsames Drama mit Aktualitätsbezug ist. Nach dem gleichnamigen Roman von Ann-Helén Laestadius, basierend auf wahren Begebenheiten.
„Mittwinter“ – vor, während und nach dem Krieg
Pünktlich zum überraschenden zweiten Wintereinbruch, der München am vergangenen Donnerstag ereilte, feierte auch Zinnie Harris’ Stück „Mittwinter“ am Metropoltheater Premiere. Doch in diesem Winter ist kein Platz für schlittenfahrende Kinder am Monopteros: Schließlich ist Krieg – bis dieser auf einmal vorbei ist und die Überlebenden vor ganz neue Aufgaben stellt.
Von Teheran nach München: Im Gespräch mit einer iranischen Studentin
Sarah (Name geändert) ist Masterstudentin an der LMU, davor absolvierte sie in Teheran ihren Bachelor. Vor fast drei Jahren kam Sarah für ihre Weiterbildung nach Deutschland. Obwohl sie sich nicht als allzu politisch sieht, beteiligte sie sich während ihres Studiums im Iran an Protesten und verfolgte die Nachrichten genau. „Es ist mein Land – ich …
Mut, auf den Iran zu schauen
Warum reagiert Europa zögerlich auf die aktuellen Proteste im Iran? Ein Blick auf Europas festgefahrene Sichtweisen und eine Einladung zu eigenständigem Denken und moralischer Klarheit.
„Hamnet“ – Vom Sein und Nichtsein
Die Regisseurin Chloé Zhao lädt ein ins Innenleben der Familie Shakespeare. Der Film überzeugt durch eine unglaubliche Lebendigkeit. Hamnet ist wunderschön herzzerreißend und viel mehr als nur die Summe seiner Teile.
Die Leinwand voller Sanftmut
Daddy Issues, Geschwisterliebe und Kunst als Mittel zur Kommunikation. Der norwegische Regisseur Joachim Trier baut mit dem Familiendrama sein thematisches Arsenal weiter aus und schafft ein zutiefst menschliches Portrait einer zersplitterten Familie.
„Es lebe die Freiheit“ – die diesjährige Weiße Rose Gedächtnisvorlesung
Auch dieses Jahr veranstaltete die LMU eine Gedächtnisvorlesung, um die Opfer der Weißen Rose zu ehren und an das Vermächtnis aller Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gegen das nationalsozialistische Terrorregime zu erinnern.
Armin Mohler und die Neue Rechte – im Gespräch mit Maik Tändler
Der Schweizer Publizist und Politologe Armin Mohler (1920-2003) war nicht nur Wahl-Münchner, sondern begründete die „Neue Rechte“ in Deutschland. Dessen Einfluss und aktuelle Relevanz untersucht der Historiker Maik Tändler. Unser Autor Husham Fellaih sprach mit ihm über eine Einordnung Mohlers und Konservative Ideologie und die Neue Rechte.
Wo beginne ich und wo endest du?
Über Nähe, Scham und das radikale Suchen nach einem eigenen Ich in der Inszenierung von „Blutbuch“ im Spagat Theater München. Die von der Regisseurin Florentina Tautu entwickelte Bühnenfassung basiert auf der Textvorlage des gleichnamigen autobiografischen Romans von Kim de l’Horizon. „Blutbuch“ erschien 2022 und wurde im selben Jahr mit dem Deutschen und dem Schweizer Buchpreis …












