Pros und Cons: Die Urabstimmung zum Münchner Semesterticket

Von Thilo Schröder

Seit heute und noch bis nächsten Mittwoch liegt es in unserer Hand: Wird es eine Fortführung des 2013 eingeführten Semestertickets geben? Nach langen und zähen Verhandlungen zwischen MVV, dem Arbeitskreis Mobilität der Münchner Hochschulen und der Stadt München liegt ein Angebot für die nächsten fünf Jahre vor. Nach dem deftigen Preisanstieg zum Wintersemester, sieht es für das akademische Jahr 2017/2018 nur einen geringen Anstieg um 5,50 Euro vor. Wir, die Studierenden von LMU, TUM und HM, stehen nun vor der Entscheidung: ja oder nein? Oder gar nicht abstimmen? Für Kurzentschlossene haben wir hier nochmal die wichtigsten Facts zusammengetragen.

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Mit „Ja“ stimmen, weil …

…der Ausbildungstarif II sich für dich nicht lohnt (lässt sich prüfen mit dem Tarifrechner).
…du auch andere Strecken außerhalb der Uni nutzt, sprich: gerne mal quer durch ganz München cruist.
…du in den nächsten fünf Jahren zu einem vergleichsweise geringen Preisanstieg die selben Raum-Zeit-Konditionen genießt wie bisher.
…du dich solidarisch mit anderen Studierenden zeigen willst, die auf das Semesterticket angewiesen sind.
…du dazu beiträgst, dass das 25%-Quorum erreicht wird; wenn weniger abstimmen, ist die Wahl ungültig.
…die Arbeit der Verhandlungspartner sonst umsonst gewesen wäre.

Mit „Nein“ stimmen, weil …

…du mit dem Ausbildungstarif II billiger weg kommst (lässt sich prüfen mit dem Tarifrechner).
…du relativ nah an deiner Uni wohnst und auch sonst nicht viel im ÖPNV unterwegs bist.
…du ein Fahrrad hast und gerne sportlich unterwegs bist.
…du nicht einsiehst, einen Solidarbeitrag für andere zu zahlen, weil du sowieso gar kein Semesterticket möchtest.
…du wie beim „Ja“-Votum dazu beiträgst, dass das 25%-Quorum erreicht wird; wenn weniger abstimmen, ist die Wahl ungültig.

Nicht abstimmen, weil …

…du nicht einsiehst, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.
…dir das „Wie viel sind Sie bereit zu zahlen?“-Ankreuzkästchen fehlt.
…du nichts von direkter Demokratie hältst, wie sie die Schweizer fabrizieren, und die Abstimmung deinem studentischen Parlament überlassen möchtest, das im Falle der Ungültigkeit der Wahl darüber entscheidet.

Wie die Wahl letztlich ausgeht und ob das Ergebnis gültig ist, hängt also von Eurem Votum ab. Wer noch offene Fragen hat, findet in den FAQs zum Semesterticket hoffentlich Antworten. „Philtrat“ wird die Abstimmung für Euch verfolgen und in seiner nächsten Ausgabe ausführlich darüber berichten. Now, it’s your turn!