Newsblog: Corona & Campus

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Wie sich die Ausbreitung des Coronavirus auf das studentische Leben in München auswirkt: Informationen, Unterstützungsangebote und Links.

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Von Lina Ayoubi

Die Ausbreitung des Coronavirus hat in vielerlei Hinsicht Auswirkungen auf das Studierendenleben in München: Unibibliotheken bleiben geschlossen, Präsenzveranstaltungen fallen aus, Abgabefristen und Vorlesungsstarts werden verschoben. Einerseits. Auf der anderen Seite ist das ehrenamtliche Engagement jüngerer Generationen als weniger gefährdeter Teil der Stadtgesellschaft gerade besonders gefragt, Angebot und Nachfrage wachsen diesbezüglich gleichermaßen. In diesem Newsblog sammelt Philtrat laufend Informationen, Tipps, wer wie unterstützt werden kann, und Links betreffend den Umgang mit Covid-19 im Campus-Kontext in München.

31. März 2020

  • Corona School: Online Nachhilfe für Schüler*innen
    Die studentische Initiative Corona School bietet Studierenden die Möglichkeit, ehrenamtlich Schüler*innen per Videochat bei Schwierigkeiten mit der Bewältigung von ihren Aufgaben und Lernstoff zu unterstützen. Um zu Helfen, müsst ihr euch nur online anmelden und ein kurzes Eignungsgespräch mit den Initiator*innen führen.
  • „Kann-Semester“ Gleiche Chancen für alle Studierenden
    Die Hochschule München Studierendenvertretung fordert in Anbetracht der aktuellen Corona-Krise, das bevorstehende Studiensemester als „Kann-Semester“ anzubieten. Um eine Chancengleichheit unter allen Studierenden zu gewährleisten, sollen alle Lehrangebote nur noch auf freiwilliger Basis von den Studierenden genutzt werden. Wer die Forderung unterstützen möchte, kann eine entsprechende Petition hier unterschreiben.

28. März 2020

  • Freiwilligen Zentren München: Ältere und Risikogruppen unterstützen
    Unterstützung der Nachbarschaft durch Besorgungsgänge bieten auch die Freiwilligen Zentren München an. Eine Meldung als Helfer*in erfolgt hier über die eigene Hotline unter + 49 800 000 5802 von Montag bis Freitag (9 bis 17 Uhr) unter der Nennung des Namens und der Postleitzahl. Die Organisation teilt euch dann hilfsbedürftigen Menschen in eurer Umgebung zu.
  • Nebenan.de: Nachbarschaftshilfe im Netz
    Alternativ könnt ihr euch zur Unterstützung eurer Nachbar*innen auch in dem Portal der Website nebenan.de anmelden. Nach der Registrierung und Verifizierung eures Standortes (durch Zusendung eines Zugangscodes) könnt ihr im jeweiligen Wohngebiet nach Hilfe-Anfragen suchen und euch dann eigenständig mit den Menschen in Kontakt setzen.
  • #Butterflyeffect: Eigenständig Hilfe anbieten
    Wer sich nicht auf externen Portalen registrieren möchte, kann über die studentische Initiative #butterflyeffect Flyer mit eigenen Daten ausdrucken. Diese könnt ihr dann in eurer Nachbarschaft oder in der ganzen Stadt verteilt aufhängen und so eure Hilfe anbieten.

25. März 2020

  • Münchner Freiwillige: Ältere und Risikogruppen unterstützen
    Der ehrenamtliche Verein Münchner Freiwillige Wir helfen e.V. hat eine Hotline für ältere Menschen und Personen der Corona-Risikogruppen eingerichtet, die Unterstützung bei der Verrichtung ihrer Besorgungsgänge (Supermarkt, Apotheke, etc.) brauchen. Wer diesen Menschen helfen möchte, kann das auf der Homepage verlinkte Online-Formular ausfüllen. Der Verein setzt sich dann mit euch in Kontakt und teilt euch einer hilfsbedürftigen Person in eurer Nähe zu.
  • Münchner Tafel: Senior*innen im Ehrenamt ersetzen
    Durch die Ausbreitung des Coronavirus müssen immer mehr Tafeln in ganz Deutschland schließen. Der Großteil der bisherigen ehrenamtlichen Helfer sind Rentner*innen und Senior*innen, die zur Risikogruppe gehören und somit ihr Haus nicht mehr verlassen können. Momentan gibt es in München nur noch eine zentrale Verteilstelle an der Großmarkthalle am Westtor. Wer helfen möchte, kann sich telefonisch bei Frau Eva Schafitzli melden und beim ersten Einsatz den verlinkten Ehrenamtsbogen ausgedruckt mitbringen: + 49 173 4355875 (Mo – Fr: 9-12 Uhr & 14-17 Uhr, Sa: 11-15 Uhr).
  • Rotes Kreuz: Blut spenden
    Gerade jetzt benötigen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes und des Bayerischen Roten Kreuzes viele Blutspenden. Die meisten verfügbaren Termine liegen zwar etwas weiter in der Zukunft, sollten aber trotzdem, wenn möglich, wahrgenommen werden. Wer spenden möchte, kann entweder einen Online-Termin ausmachen oder sich telefonisch (+ 49 800 11 949 11) mit der DRK-Zentrale in Kontakt setzen.
  • Landes-ASten-Konferenz (LAK) Bayern: Soforthilfe für Studierende gefordert
    Das Bündnis Soforthilfe für Studis fordert aufgrund der finanziellen Notlage, in der sich viele Studierende zum jetzigen Zeitpunkt befinden, eine Soforthilfe durch den Bund in Höhe von 3000 Euro pro Person, ohne eine vorherige Bedürftigkeitsprüfung. Damit sollen die Ausgaben der Studierenden in den nächsten drei Monate weitestgehend gedeckt werden. Ihr könnt das Bündnis unterstützen und die Petition unterzeichnen oder euch noch weiter über die näheren Einzelheiten der Forderung informieren.
  • Freifunk MEET: Social Distancing via Video-Großkonferenz
    Die Initiative Freifunk MEET bietet mit ihrem kostenlosen Video-Konferenzservice die Möglichkeit, sich mit bis zu 3000 Personen gleichzeitig per Videochat zu unterhalten. Wer also Kontakt zu seinen Freund*innen oder Familienmitgliedern halten möchte und nach einer Alternative zu den bekannten Chatrooms sucht, kann einfach dort eine Gruppe gründen und sofort loslegen.

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