#KlimaCampus: Umfrage zeigt Wunsch nach mehr Klimaschutz an der LMU!

Das Umweltreferat der Studierendenvertretung hat Studierende und Mitarbeitende der LMU nach ihren Ansichten und Wünschen zu Klima- und Umweltschutz befragt. Ergebnis: Den Befragten liegt das Thema am Herzen und sie fordern in vielen Bereichen mehr Engagement der Universität.

© Umweltreferat der Studierendenvertretung der LMU

Ein Gastbeitrag des Umweltreferats der Studierendenvertretung der LMU

Veganes Essen, Müllvermeidung oder eine bessere Fahrradinfrastruktur. Was interessiert die LMUler*innen eigentlich wirklich, wenn es um Klima- und Umweltschutz geht? Wir vom Umweltreferat der Studierendenvertretung planen am laufenden Band Projekte für eine nachhaltigere Uni aber eigentlich solche, die uns als Mitglieder interessieren. Um in Zukunft verstärkt die Ansichten und Ideen aller Studierenden einzubeziehen, haben wir uns also entschieden, die LMUler*innen direkt danach zu fragen.

Im Mai und Juni 2020 haben wir daher die erste Online-Klimaumfrage an der LMU gestartet. So haben wir über 2.000 Studierende, Hilfskräfte und Mitarbeitende aus allen Fakultäten erreicht. Unsere erste Erkenntnis war: Klimaschutz scheint zumindest an der LMU Frauensache zu sein, denn über 60 Prozent der Befragten sind weiblich.

Was schnell auffällt, wenn man sich die Ergebnisse der Umfrage ansieht, ist, dass unsere Teilnehmer*innen sich sehr für das Thema Klima und Umwelt interessieren. Über 80 Prozent schätzen ihr eigenes Wissen über den Klimawandel und seinen Folgen als gut ein. Auch bei der Wahlentscheidung spielt Klimaschutz eine zentrale Rolle für die Befragten. Für einen Großteil ist das Thema sehr entscheidend dafür, welche Partei sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

Über 80 Prozent glauben, über den Klimawandel gut informiert zu sein

Und wie wichtig ist den LMUler*innen, dass ihre Uni den Klimaschutz vorantreibt? Die eindeutige Antwort ist: extrem! Fast 90 Prozent finden es wichtig oder sehr wichtig, dass die LMU Maßnahmen ergreift. Nur 12 Prozent empfinden es als unwichtig, dass die LMU hier tätig wird, oder sind dem Thema gegenüber indifferent eingestellt.

Ein weiteres zentrales Thema, das uns interessiert, sind Veranstaltungen an der Uni zur Klimafrage. Über die Hälfte der Befragten hat bisher in keiner einzigen Lehrveranstaltung das Thema in mehr als einer Sitzung behandelt. Hingegen würden fast 70 Prozent gerne Klimaveranstaltungen belegen, wenn diese angeboten wären. Uneinigkeit besteht einzig in der Frage, in welcher Form ob Ringvorlesung, Wahlmodul, etc. sich die LMUler*innen die Lehrveranstaltungen vorstellen können.

Zuletzt haben wir uns für die Meinung zum Essensangebot in den Mensen interessiert. Etwa 40 Prozent finden das Angebot an vegetarischem Essen angemessen und circa 35 Prozent wünschen sich eine größere Auswahl. Bei veganem Essen sehen die Ergebnisse etwas anders aus: Hier ist etwa die Hälfte der Befragten der Ansicht, die Auswahl wäre zu gering.

Begeistert sind wir auch von den vielen Ideen, die uns in den freien Felder zugetragen werden: Forderungen, wie mehr Fahrradabstellplätze, Wasserspender auf dem Campus und die Bepflanzung der Dächer haben uns für zukünftige Projekte inspiriert!

Häufigste Forderung: LMU solle klimaneutral werden

Doch die häufigste Forderung der Studierenden ist das Ziel einer klimaneutralen LMU. „Die LMU soll als Eliteuni vorbildhaft für andere Universitäten vorangehen“, heißt es sehr oft. Es fallen hierbei die Begriffe: Müllvermeidung und Mülltrennung, die Formulierung von klaren Klimazielen und ein nachhaltiger Energieanbieter. Was viele aber nicht wissen: die LMU hat in Bezug auf Energie schon vor Jahren einen wichtigen Schritt gemacht und in allen Gebäuden Ökostrom angezapft. Nichtsdestotrotz ist die Universität noch lange von der „Klimaneutralität“ entfernt. Einen besonders häufig genannten Punkt haben wir dabei schon in Angriff genommen: die Müllvermeidung und Mülltrennung.

Gemeinsam mit dem Studentenwerk München und der LMU haben wir seit Juli in Martinsried eine Testphase für das Mehrwegbechersystem an den Heißgetränkeautomaten gestartet damit wollen wir den Pappbechern an der LMU ein für alle Mal Ade sagen. Die Thematik Mülltrennung ist damit aber noch nicht abgehandelt: Durch das überragende Interesse, das die Studierenden an diesem Thema äußern, werden wir noch diesen Monat mit der AWM Kontakt aufnehmen, um gemeinsam ein nachhaltiges Mülltrennungskonzept für die LMU auszuarbeiten.

Bei so vielen neuen Ideen und Wünschen haben wir viel zu tun – je mehr engagierte Hände uns deshalb dabei helfen, desto mehr können wir auch bewirken! Falls DU dich also gerne für Nachhaltigkeit und Umweltschutz an der LMU einsetzen möchtest und vielleicht eine weitere super Idee hast, wie wir die LMU gemeinsam zu einem nachhaltigeren Ort machen können, dann schau bei uns vorbei! Gerne kannst du uns über Instagram oder Mail anschreiben und schon bald DEIN eigenes Projekt übernehmen!

 

Unter #KlimaCampus schreiben abwechselnd Aktivist*innen von Students for Future München und Klima brennt Uni brennt sowie Mitglieder der Umweltreferate von LMU und TUM über Umwelt- und Klimathemen im Zusammenhang der Münchner Hochschulen. Für die Inhalte zeichnen allein die genannten Organisationen verantwortlich. Alle Beiträge der Serie hier nachlesen.