Nur eine kleine grüne Puppe und ein großer dicker Wurm oder der Film, der die Magie des Star Wars-Universums endlich zurück auf die große Leinwand und die Fans ins Kino bringt?
von Miramé Kühlwein; Titelbild © 2026 Lucasfilm Ltd™
Die Kinos sind voll mit Fans und jeder Menge Merch. Grogu-Popcorneimer, Mandalorian-Helm-Trinkbecher, Schlüsselanhänger und und und. Ein Kinobesuch für „The Mandalorian and Grogu“ wird so zum Event. Was den Fanservice anbelangt, steht der Film unter guten Sternen.
Star Wars ist endlich wieder auf der großen Leinwand zu sehen. Das Imperium ist gefallen, die Neue Republik versucht für Ordnung in der Galaxis zu sorgen. Deshalb jagt der vom Planeten Mandalore stammende Kopfgeldjäger Din Djarin im Auftrag der Neuen Republik nach verbliebenen Imperialen – mit dabei natürlich sein Schützling Grogu. Elementare Handlung des Films ist die Befreiung und der Schutz von Rotta the Hutt durch den Mandalorianer. Dieser muss auf dem Planeten Shakari als Gladiator in einer Arena kämpfen. Als Sohn von Jabba the Hutt und damit Erbe eines Gangster-Imperiums würde man erwarten, Rotta wäre ein skrupelloser Verbrecher. Im Kinofilm zeigt er sich ganz anders, er ist nicht wie sein Vater und hat es geschafft, sich aus dessen Schatten zu lösen. Seine restliche Familie und seinen Heimatplaneten Nal Hutta meidet er, denn mit deren Machenschaften möchte er nichts zu tun haben.

Über den Film äußern sich viele Stimmen kritisch: Er habe zu wenig Handlung oder nicht die Handlung, die erwartet wurde; zu viele Szenen, in denen Grogus Cuteness-Faktor zur Schau gestellt wird, aber nicht wirklich etwas passiert etc.. Es scheint dabei so, als würde vergessen, dass Filme auch einfach Spaß machen sollen. „The Mandalorian and Grogu“ reicht an die Original-Triologie und die Prequels nicht heran, jedoch muss er das auch gar nicht. Fan-Liebling Grogu und besonders die Beziehung zwischen ihm und Din Djarin rühren das Publikum und auch Rotta the Hutt – der in diesem Film trotz der wurmartigen Erscheinung der Hutten sehr muskulös gestaltet ist – wird zu einem Charakter, von dem man mehr sehen will.
Vor Erscheinen des Films äußerten einige Fans online die Sorge, ob „The Mandalorian and Grogu“ den Erwartungen gerecht werden würde, insbesondere da die kurz zuvor auf Disney+ erschienene Star Wars-Serie „Maul – Shadow Lord“ die Fans bereits in Ekstase versetzte. Darüber, ob diese Sorge nun berechtigt oder unberechtigt war oder ist, scheiden sich die Geister. Auf jeden Fall befriedigen beide Projekte das Nostalgie-Bedürfnis der Zuschauer. Während „Maul – Shadow Lord“ im selben Animationsstil wie die beliebte Serie „Star Wars the Clone Wars“ gestaltet ist, holt „The Mandalorian und Grogu“ Charaktere aus anderen Star Wars-Projekten zurück auf die Leinwand. Mit Rotta the Hutt und dem Kopfgeldjäger Embo werden zwei Charaktere aus „Clone Wars“ wieder eingeführt, was bedeuten könnte, dass diese auch in Zukunft noch eine Rolle spielen werden. Die Fans freuen sich zudem über den Auftritt des „Star Wars Rebels“-Charakters Zeb Orrelios.
In diesem Star Wars-Projekt werden zwar keine Lichtschwerter geschwungen, doch Raumschiff-Szenen im All und Kampfsequenzen auf verschiedenen Planeten liefern den Zuschauer*innen die Bilder, die Star Wars ausmachen.
Das macht den Film besonders

Star des Films ist Pedro Pascal (The Mandalorian), der sich ohnehin seit einiger Zeit eines extremen Hypes erfreut. Eine Besonderheit, die viele Zuschauer*innen zu schätzen wissen, ist allerdings insbesondere Grogu, der kein reines Produkt von CGI (Computer Generated Imagery) ist, sondern eine animatronische Puppe. Zwar ist wohl dies der Grund dafür, dass sich der Charakter im Film nicht völlig natürlich bewegt und in seinen Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt ist, doch in Zeiten, in denen KI Überhand nimmt, nimmt man diese Schwächen gerne in Kauf, um dafür etwas mehr Echtheit zu bekommen – Echtheit die in der Lage ist mehr zu berühren als reine Animation. Auch der abwechslungsreiche Soundtrack des schwedischen Komponisten Ludwig Göransson ist wichtiger Teil des Filmerlebnisses und sorgt für die richtige Stimmung.
Zudem fällt echten Filmexperten in der englischen Originalfassung die Stimme des bekannten Regisseurs Martin Scorsese auf, der einem Food Truck-Besitzer seine Stimme leiht.
„The Mandalorian and Grogu“ ist nicht das beste Star Wars-Projekt, auf jeden Fall aber einen Kinobesuch wert. Nostalgie und echte Star Wars-Atmosphäre sind dabei zu spüren. Wer das Gesamtpaket erleben will, dem ist der Film in 3D und mit D-BOX Motion Seat zu empfehlen, um ganz in eine weit weit entfernte Galaxis einzutauchen und die Raumschiff-Flüge und Kampfsequenzen hautnah mitzufühlen.
Mit den Worten des Mandalorianers: Das ist der Weg. Der Weg in ein neues Abenteuer.
„The Mandalorian and Grogu“ läuft seit dem 20. Mai im Kino und hat eine Spieldauer von 132 Minuten.

